Zug-Übung mit der Feuerwehr Clausthal - Zellerfeld

Objektübung am Schützenheim in Buntenbock
Am Dienstag, den 28.05.2019 hatte die Ortsfeuerwehr Buntenbock den ersten Zug aus Clausthal-Zellerfeld zu einer gemeinsamen Objektübung zu Gast. Stellvertretender Ortsbrandmeister Dennis Viehweger hatte die gemeinsame Übung ausgearbeitet und dafür den Schützenvogt der Schützengesellschaft Buntenbock gewonnen, der das Schießheim dafür zur Verfügung stellte.

Die als erstes am Ort eintreffende Ortsfeuerwehr Buntenbock stellte eine starke Verrauchung des Vereinsheims fest. Eine anwesende Person konnte Auskunft darüber geben, dass sich noch fünf Personen im Gebäude aufhielten. Es gab nur einen Zugang zum Gebäude. Alle Fenster waren mit Jalousien verschlossen. Der Angriffstrupp rüstete sich mit Pressluftatmern zur Menschenrettung aus. Wasser- und Schlauchtrupp arbeiteten der mittlerweile eingetroffenen Ortsfeuerwehr Clausthal-Zellerfeld entgegen, die die Wasserentnahmestelle in der Ortsmitte an der Innerste aufbaute. Dafür waren ca. 10 Höhen- und 140 Streckenmeter zu überwinden. Bis die Wasserversorgung stand, stellt das TLF 3000 aus Clausthal-Zellerfeld die Wasserversorgung für die vorgehenden Trupps sicher. Der erste Angriffstrupp ging daraufhin zur Menschenrettung vor. Im Inneren waren erst der Versammlungsraum und anschließend der unterirdische, großflächige Schießstand abzusuchen. Die Räumlichkeiten waren derart verraucht, dass die Sicht sehr eingeschränkt war. Ein zweiter Atemschutztrupp aus Clausthal-Zellerfeld kam daraufhin zum Einsatz. Die Suche war sehr zeitaufwendig und die Atemluft in den Flaschen schnell verbraucht. Zudem bedeutete es einen enormen Kraftaufwand die fünf Personen aus dem Untergeschoss über die schmale Treppe ins Freie zu retten. Bis alle Menschen gefunden wurden, waren vier eingesetzte Atemschutztrupps erforderlich.

Kaum aus dem Gebäude gerettet, mussten die Personen mit der Schleifkorbtrage zum Parkplatz an der Innerste getragen werden, da der Rettungsdienst aufgrund der räumlichen Enge und der bereits eingesetzten Feuerwehrfahrzeuge die Einsatzstelle nicht direkt anfahren sollte. Dies stellte bei fünf zu befördernden Personen einen erheblichen Kraftaufwand für die Einsatzkräfte dar.

Schwierigkeiten machte der unterschiedliche Ausrüstungsstand der Feuerwehren. So funken die Einsatzkräfte aus Clausthal-Zellerfeld bereits mit digitalem Einsatzstellenfunk. In Buntenbock steht dafür nur der analoge 2m Funk zur Verfügung. Eine einheitliche Atemschutzüberwachung war damit schwierig. Auch konnten die Trupps untereinander nicht kommunizieren, sondern sich nur über Vermittler von außen verständigen.

Trotz allem ist es wichtig, das Zusammenspiel aller Einsatzkräfte immer wieder zu üben.

Im Anschluss an die Übung gab es eine Stärkung in der Feuerwache. Nach Rückkehr in ihre Wachen mussten die Fahrzeuge wieder einsatzbereit hergestellt und Mannschaft und Gerät gereinigt werden. Aufgrund der Wetterlage (dauerhafter Regen) war die Objektübung nicht spurlos von statten gegangen. Bericht der Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld
 

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